ueber amruthgen

‚prosaisch philosophieren‘ statt ‚metaphysizieren‘

Ich bin Lehrerin und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und habe als junges Maedchen mein Interesse fuer ‚philosophieren‘ entdeckt. Einem glaeubigen, philanthropisch gesinnten und fuer seine Studenten engagierten Philosophieprofessor verdanke ich meine jahrzehntelange Vorliebe fuer ‚metaphysisch philosophieren’. In meiner paedagogischen Taetigkeit, als Ehefrau und Mutter, haben verschiedenste Anlaesse meine uebernommenen Sicherheiten oft in Frage gestellt. Schließlich entschied ich mich aus gegebenem Anlass fuer ein persoenliches Projekt: Ich wollte herausfinden, was ich ueber Metaphysisches sagen kann, ohne philosophische Autoritaeten zu zitieren.

Unterschiedlichste Zwischenergebnisse haben mich bald resuemieren lassen: Ohne das, was andere als metaphysische Erkenntnisse ueber Gott und die Welt mitzuteilen hatten, stand ich ziemlich mittellos da. Weder konnte ich entdecken, was Geist, Bewusstsein, Vernunft …noch was Wahrheit, Gott, …sein sollten. Es ging mir aehnlich, wie dem Kind im Maerchen des „Kaisers neue Kleider“: Ich sah nichts, indem ich mich ueber Worte anderer hinwegsetzte. Doch hatte ich die kindliche Selbstverstaendlichkeit, eigenem Hinsehen mehr zu trauen, als dem, was andere sagen, laengst eingebuesst und so war guter Rat teuer.

Da ergab sich ueber das WWW die Bekanntschaft mit Rolf Reinhold und seinem ‚philosophieren’. Er war sich sicher, nicht zu wissen, wovon Metaphysiker sprechen. „Ich weiß z.B. nicht, was Geist ist! Auch nicht was Seele ist! Das sind alles riesengroße Wolken.“, meinte er und beruehrte die Wunde meiner eigenen Ratlosigkeit. Trotzdem behauptete ich erst einmal unbeirrt, ich wuesste es. Das, was Rolf Reinhold dazu von sich hoeren und sehen ließ, ermoeglichte mir , das loszulassen, das bereits angefangen hatte, sich in Luft aufzuloesen.

Damit begann ein Experiment mit mir selbst, das sich bis in meinen beruflichen Alltag auswirkte. Dieses Experiment hat mir ermoeglicht zu lernen, eigene physistische Sichten zu erwerben und mein ‚handeln’ zu veraendern. ‚Metaphysisches’ ist nicht verschwunden, aber die „Wolken“ in denen ich beim ‚physistisch philosophieren’ herumruehre, sind so duenn, dass sie sich bei Beruehrungen mit der Realitaet aufloesen koennen, wenn diese sich von gesetzten Annahmen unterscheidet.

Das philosophische Angebot, den Rahmen PHYSISTIKzu verwenden – den Rolf Reinhold erfunden hat – nehme ich hier wahr, um diesen Rahmen bekannt zu machen und Authentisches zu veroeffentlichen.

1. September 2014: Inzwischen bin ich Schriftstellerin.

Monika Wirthgen

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Ein Kommentar zu “ueber amruthgen

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